Nationalpark Bayerischer Wald

NOEO 3.0 im Behördeneinsatz im Nationalpark Bayerischer Wald

Über 100 Jahre lang war der Luchs in Bayern vollständig verschwunden und ist erst in den 80er Jahren in die freie Wildbahn zurückgekehrt. Welche Auswirkungen seine Rückkehr auf seine Beutetiere Reh und Rothirsch hat, das untersucht die Nationalparkverwaltung im Bayerischen Wald auf recht ungewöhnliche Weise: Der Luchs kann SMS-Nachrichten versenden: "Wir rüsten den Luchs, um ihm auf der Spur zu bleiben mit einem Halsband aus. Dieses ist ein wahres High-Tech-Produkt, so kann uns der Luchs Immer, wenn er im Sendebereich eines Handymasten ist, eine SMS senden und teilt uns damit mit, hier bin ich gewesen!", so Karl Friedrich Sinner, Leiter der Nationalparkverwaltung.

Damit erhält man eine nahezu Live-Beobachtung des Luchses ohne ihn in seinem Natürlichen Umfeld stören zu müssen, so Dr. Markus Jodl, Pressesprecher bei T-Mobile in Bayern. Das Projekt wird unter anderem mit Mitteln des Mobilfunkanbieters finanziert.

Die Technik im Hintergrund:
Die SMS-Nachrichten, die der Luchs und andere Tiere aus der Wildnis senden, werden von einer wissenschaftlichen Telemetrie-Software verarbeitet und über eine einfache Schnittstelle in das Web Content Management System NOEO 3.0 übertragen. So haben Besucher der Website www.luchserleben.de die Möglichkeit, den Luchs ebenso zu beobachten, wie es die Forscher im Nationalpark können.

Nach bereits wenigen Wochen konnten entscheidende Erkenntnisse gewonnen werden, so Dr. Marko Heurich:
"Was wir bisher noch nicht wussten, aber jetzt durch die neue Technik herausgefunden haben ist, dass Luchse ganz riesige Streifgebiete haben von über 30.000 Hektar, die unser besenderter Kuder bestreicht- 30.000 Hektar entspricht einer Fläche von 30.000 Flussballfeldern - und sie machen auch ganze große Wanderungen in einer Nacht 20-30 Kilometer, so dass die Dichte, also die Anzahl der Luchse, die im Gebiet vorkommt doch geringer ist, also wir das vorher geglaubt haben!"

Die Möglichkeit den Luchs quasi-Live auf einer Interaktiven Karte zu beobachten finden Sie unter www.luchserleben.de

Bildergalerie: